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HABICHTSWALDKLINIK
Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde
Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz
34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe
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Kopfschmerzen und Migräne
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1. Teil – allgemeine
Einleitung
Einer
großen amerikanischen Studie (NHAHNES I) zufolge leiden 3,6 % aller Männer und
12,8 % aller Frauen unter Migräne. 60 % der Bevölkerung haben chronische oder
zumindest gelegentliche Kopfschmerzen. Diese Zahlen unterstreichen die enorme
Bedeutung von Kopfschmerzen und Migräne für die Lebensqualität. Doch was kann
man tun – außer Kopfschmerztabletten und
Migräne
mittel einzunehmen?
Migräne
/ Kopfschmerzen – ein häufiges Leiden
An dieser
Stelle soll nicht zwischen Kopfschmerzen und Migräne unterschieden werden. Dies
ist zwar medizinisch und wissenschaftlich nicht ganz korrekt, ich habe mich aus
pragmatischen Gründen dennoch dazu entschieden. Oftmals lässt sich zwischen
Kopfschmerzen und Migräne nämlich gar nicht genau differenzieren, da es
Mischformen und Überlappungen gibt. Zum Zweiten können die unten aufgeführten
Therapieempfehlungen sowohl bei Kopfschmerzen – egal ob sie von den Gefäßen
(vasomotorisch) oder den Muskeln (Spannungskopfschmerz) ausgelöst werden – als
auch bei Migräne hilfreich sein. Ich möchte hier weniger wissenschaftlich exakt
sein, sondern Ihnen vielmehr bewährte und teilweise auch wissenschaftlich
bestätigte Hilfen an die Hand geben, die Ihnen einfach und zuverlässig helfen.
Die meisten der beschriebenen Verfahren dienen der Vorbeugung von weiteren
Kopfschmerzanfällen und machen sich erst langfristig bemerkbar. Nur einige
„Akut-Methoden“ sind aufgeführt. Planen Sie dabei nicht in Tagen und Wochen,
sondern in Monaten und Jahren. Je länger ein Migräne - oder Kopfschmerzleiden
besteht, je mehr Anfälle Sie haben und je stärker dieser Anfälle sind, desto
mehr der unten aufgeführten Verfahren müssen Sie gleichzeitig beachten und desto
länger wird die „Heilung“ dauern.
Ist
Heilung überhaupt möglich? Wenn jemand einmal in der Woche einen schweren
Kopfschmerzanfall hat, der sich mit
ASS (Acetylsalicylsäure,
z.B. Aspirin®) allein nicht beheben lässt, und nach 10 Jahren benötigt er wegen
Kopfschmerzen noch 3 bis 4 Kopfschmerztabletten pro Jahr (!) – würden Sie das
Heilung nennen? Auf jeden Fall ist es eine so starke Linderung der Beschwerden,
dass diese über das in Bevölkerung durchschnittliche Maß nicht hinausgehen. Die
meisten Kopfschmerz / Migräne-Patienten wären mit einer solchen Verbesserung
mehr als zufrieden (siehe auch unser Fallbeispiel unter
www.migraene-1.de/kopfschmerzen/).
Auf das
große Thema der Migräne /
Kopfschmerz-Medikamente
soll hier nicht eingegangen werden. Nur so viel: Jede Kopfschmerztablette – egal
ob Paracetamol,
ASS oder die neuen
Triptane – hat prinzipiell die Fähigkeit,
Kopfschmerzen zu beseitigen, aber auch solche zu erzeugen. In den Tagen nach
einer Schmerzmedikation ist die Wahrscheinlichkeit neuer Kopfschmerzen oder
Migräne viel höher als an den Tagen, an denen vorher kein Schmerzmittel genommen
wurde. Bei sehr häufiger Medikamenteneinnahme (täglich oder fast täglich) ist
sogar fast sicher davon auszugehen, dass neben dem ursprünglichen
Kopfschmerzleiden ein Arzneimittel induzierter Kopfschmerz ausgelöst wurde. Ein
Entzug der Schmerzmittel – oft nur unter stationären Bedingungen möglich –
sollte dann unbedingt ins Auge gefasst werden.
Auf die
schulmedizinische Diagnostik möchte ich wenigstens kurz eingehen. Generell gilt:
Je akuter und stärker ein Kopfschmerz ist, umso eher verlangt er eine rasche
diagnostische Abklärung – insbesondere wenn herkömmliche Schmerzmittel nicht die
erwartete Wirkung zeigen. Bei plötzlich aufgetretenen stärksten Kopfschmerzen
mit einer entsprechenden, typischen Symptomatik müsste etwa eine
Meningitis
(Hirnhautentzündung) ausgeschlossen werden. Auch eine Blutdruckkrise kann mal zu
starken Kopfschmerzen führen, ebenso erhöhter Augeninnendruck (Glaukom). Einige
Medikamente können Kopfschmerzen auslösen (z.B.
Nitrate,
Kalziumantagonisten).
Entzündungen (z.B. der Schläfenarterie) können selten einmal für Kopfschmerzen
verantwortlich sein, ebenso wie bestimmte neurologische Erkrankungen (z.B.
Trigeminusneuralgie).
Abnutzung der Halswirbelsäule ist eine relativ häufige
Ursache für Kopfschmerzen, ein
Tumor als Kopfschmerzursache kommt (seltener)
auch in Frage. Eine moderate, stufenweise sinnvoll aufgebaute Diagnostik zum
Ausschluss der oben aufgeführten Kopfschmerzursachen (die Liste ist nicht
vollständig) kann daher sinnvoll sein, wobei der Neurologe und der Orthopäde die
wichtigsten Anlaufstellen wären. Der Augenarzt (Glaukom) und der HNO-Arzt
(Nebenhöhlenentzündung), ja sogar der Zahnarzt (Zahnschmerzen, die in den Kopf
ausstrahlen) können aber unter Umständen entscheidend weiterhelfen. Kopfschmerz
kann sogar ein Symptom einer verkappten Depression sein, was der
Psychiater/Neurologe feststellen kann. Eine Überdiagnostik - jeder Kopfschmerz
muss sofort in die „Röhre“ (Computertomographie) – ist genauso zu vermeiden wie
ein Verschleppen einer vielleicht anderen Erkrankung, weil man es für eine
banale Migräne gehalten hat.
Und hier geht es weiter:
2. Teil
– Naturheilkundliche Therapie, Link:
www.migraene-1.de/naturheilkundliche-therapie/
3. Teil – Alternative
Heilmethoden, Link:
www.migraene-1.de/alternative-heilmethoden/
4. Teil – Ernährung
bei Kopfschmerzen, Link:
www.migraene-1.de/ernaehrung-kopfschmerzen/
5. Teil – Entgiftung
bei Kopfschmerzen, Link:
www.migraene-1.de/entgiftung-kopfschmerzen/
6. Teil –
Kopfschmerzen und Psyche, Link:
www.migraene-1.de/kopfschmerzen-psyche/
und last but not
least: ein Fallbeispiel „Kopfschmerzen – ganzheitlich geheilt“ finden Sie unter:
www.migraene-1.de/kopfschmerzen/
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
©
Dr. Volker
Schmiedel
Chefarzt der Inneren
Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin
(Univ. Mailand).

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Aktualisiert:
August 2010
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