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           Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde                  Abteilung Innere Medizin und Naturheilkundliche Ambulanz

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Alternative Heilmethoden ©

Teil 3 – der Serie „Kopfschmerzen und Migräne“ 

Versäumen Sie nicht:
Teil 1 – zur allgemeinen Einführung der Serie: www.migraene-1.de  und
Teil 2 – Naturheilkundliche Therapie, Link: www.migraene-1.de/naturheilkundliche-therapie/ 

Alternative Heilmethoden zum Gefäßtraining durch Saunagänge und Wechselduschen, Dauerdusche, aber auch Akupunktur und Neuraltherapie helfen bei Kopfschmerzen und Migräne. 

Alternative Heilmethoden: das Gefäßtraining 

 Die Sauna – ein ausgezeichnetes Gefäßtraining bei
                                                    Kopfschmerzen
 

Einigen Kopfschmerzformen (z.B. vasomotorische Kopfschmerzen) und der Migräne liegt unter anderem eine Fehlregulation der Gefäßspannung zugrunde. Die Kopfgefäße sind nicht mehr in der Lage die optimale Spannung aufrecht zu erhalten. Dadurch werden Nervenzellen in den Gefäßwänden gereizt und melden einen Schmerzreiz. Bei Kopfschmerzen gehen die Schmerzreize nie von den Gehirnzellen, sondern immer von den Gefäßen aus! Ungenügendes Gefäßtraining und ständige Stimulation durch Außenreize (siehe Koffeinentzug unter: www.migraene-1.de/entgiftung-kopfschmerzen) führen dazu, dass die Kopfgefäße nicht mehr zu einer ausreichenden Eigenregulation imstande sind. 

Alle Maßnahmen, die die Selbstregulation der Blutgefäße wieder anregen, sind daher geeignet, die Neigung zu vasomotorischen (von den Gefäßen ausgehenden) Kopfschmerzen und Migräne positiv zu beeinflussen. Auch hierbei sind therapeutische Effekte nicht in Tagen und Wochen, sondern in Monaten und Jahren zu erwarten. Eine Gefäßregulation, die sich innerhalb von Jahrzehnten verschlechtert hat, braucht ihre Zeit, bis sie wieder optimal funktioniert. Auch ein Herz-Kreislauf- oder ein Muskeltraining braucht schließlich seine Zeit, bis spürbare oder sichtbare Erfolge erzielt werden. 

Der alte Pfarrer Kneipp gebrauchte für seine Zeitgenossen schon das böse Wort der „thermischen Verweichlichung“. Er meinte damit, dass schon die Menschen des 19. Jahrhunderts sich nicht mehr genügend Kalt- und Wechselreizen aussetzten. Was vor 150 Jahren galt, dürfte sich in der Zeit der Zentralheizungen und Klimaanlagen nicht zum Besseren gewandelt haben. Wir sind praktisch alle „Warmduscher“ geworden. 

Trainieren Sie Ihr Gefäßsystem:

 S Ein- bis dreimal Sauna oder Dampfbad in der Woche stellen ein hervorragendes
          Gefäßtraining dar. Wichtiger als der Warmreiz in Sauna oder Dampfbad ist die
          anschließende Abkühlung durch kalte Dusche, Kneippschen Guss oder Tauchbecken.
          Achtung: Bei hohem Blutdruck oder arteriellen Gefäßerkrankungen ist das Tauchbecken
          meist nicht angezeigt! Andere Gegenanzeigen sollten Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt
          besprechen, wenn er sich mit der Sauna gut auskennt. Meist ist das nicht der Fall und er wird
          im Zweifelsfalle die Sauna dann verbieten. Fragen Sie ihn also nach seinen eigenen
          praktischen Erfahrungen und medizinischen Kenntnissen zur Sauna. Ärzte mit den
          Zusatzbezeichnungen „Physikalische Therapie“ oder „Naturheilverfahren“ sollten sich mit der
          Sauna gut auskennen.
 S Üben Sie sich in der Wechseldusche. Duschen Sie sich nach jedem Duschgang kalt ab.
          Ihnen ist das sehr unangenehm? Dann sind Sie in der Tat ein „thermisch verweichlichter
          Warmduscher“. Das soll keine Beleidigung, sondern eine Feststellung sein. Geben Sie die
          Hoffnung nicht auf. Beginnen Sie damit, sich nur die Unterschenkel kalt abzuduschen. Nach
          einer Woche sind die Beine dran. Eine Woche später die Beine und Arme. Wieder eine
          Woche später Beine, Arme und Kopf. Danach kommt auch noch der Rücken dazu. Zum
          Schluss können Sie den ganzen Körper kalt abduschen. Sie können also in sechs Wochen
          zum Wechselduscher werden! Fangen Sie immer mit dem linken Bein an. Duschen Sie sich
          minutenlang warm und nur sekundenlang kalt ab. Sie können die Wechselduschen zwei-
          oder dreimal hintereinander durchführen – also z.B. eine Minute warm, zehn Sekunden kalt,
          eine Minute warm, zehn Sekunden kalt, wieder warm, zum Schluss immer kalt.
 S Als Akutprogramm bei Kopfschmerzen haben sich kalte Nackenkompressen oder kalte
          Gesichtsduschen
als lindernd bewährt.
 S Ebenfalls als Akutprogramm können Sie ein ansteigendes Fußbad durchführen, wenn die
          Füße kalt sind, was bei Kopfschmerzen/Migräne oft der Fall ist. Stellen Sie Ihre Füße in eine
          Fußbadewanne mit angenehm warmem Wasser (ca. 37° C). Dann gießen Sie jede Minute
          heißes Wasser nach (Achtung: Nicht die Haut verbrühen!), so dass das Wasser viel wärmer,
          aber noch angenehm ist. Sie können so die Temperatur bis deutlich über 40° C steigern. Sie
          sollten die Wärme immer noch gut aushalten können. Achtung: Nicht bei Gefühlsstörungen
          der Haut (z.B. diabetischer Polyneuropathie) durchführen, da Sie sich sonst verbrühen
          können! Durch die Erwärmung der Füße wird „das Blut aus dem Kopf in die Füße gezogen“.
          Das entlastet den oftmals als gestaut empfundenen Kopf. 

Achtung: Nehmen Sie niemals eine kalte Anwendung, wenn Ihr Körper nicht gut erwärmt ist und nach einer Abkühlung verlangt. 

Alternative Heilmethoden: Dauerdusche 

 Dauerdusche ist etwas anderes als einfach nur lang zu duschen 

Die Dauerdusche wirkt hauptsächlich über Temperatur- und mechanische Reize der herab fallenden, warmen Wassertropfen. Das warme Wasser erzeugt lokal eine Gefäßerweiterung. Über kutiviszerale Reflexe (Nervenverbindungen zwischen Haut und Eingeweide) werden auch innere Organe beeinflusst. Die durch die herabfallenden Tropfen entstehende negative Ionisation der Luft wird als weiterer Wirkmechanismus diskutiert. Soviel zum wissenschaftlichen Hintergrund. 

Aus unserer Erfahrung heraus ist die Dauerdusche, bei der der Patient 40 Minuten und länger unter dem warmen Wasser liegt, ein ausgezeichnetes Gefäßtraining. Jedes Gefäßtraining ist gut zur Vorbeugung von Migräne und Gefäß bedingten Kopfschmerzen. Darüber hinaus regt es die Entgiftungsfunktion der Lymphe, der Leber, der Lungen und der Niere enorm an. Viele Patienten berichten nach der Dauerdusche über eine Harnflut, manche sogar über stark stinkenden Urin als Ausdruck der Entgiftung über die Niere. 

Die meisten unserer Patienten sind von der Dauerdusche (2-3x/Woche während eines 3-4 wöchigen stationären Aufenthaltes) sehr angetan und betrachten sie als eine unserer besten und wirksamsten Therapien (was man sich eigentlich gar nicht vorstellen kann – es wird doch „nur“ ein bisschen geduscht). Gerade bei Kopfschmerz-/Migränepatienten ist die Dauerdusche ein Verfahren, welches aus unserem ganzheitlichen Therapiekonzept dieser Erkrankung nicht mehr weg zu denken ist. 

Alternative Heilmethoden: Akupunktur 

 Akupunktur – sieht manchmal schlimm aus, tut aber kaum weh 

Bei chronischen Kopfschmerzen oder Migräne sollte irgendwann einmal auch die Akupunktur durchgeführt werden. Schmerzen, auch Kopfschmerzen, sind die Domäne der Akupunktur. Die Akupunktur hilft dabei weniger im Anfall, als vielmehr in der Anfallreduktion. Wie bei vielen anderen Therapien müssen Sie auch hier Geduld mitbringen. Erst nach etwa zehn Behandlungen kann man abschätzen, ob diese Methode Erfolg versprechend ist. Ich benutze dabei besonders gern die Ohrakupunktur, wobei ich vorher die gestörten Punkte mit einem Messgerät exakt austeste. 

  Alternative Heilmethoden: Neuraltherapie 

 Neuraltherapie Kopfschmerzen einfach wegspritzen 

Bei der Neuraltherapie nach Huneke wird Procain, Lidocain oder ein anderes Lokalanästhetikum (Nervenbetäubungsmittel, wie es der Zahnarzt vor dem Bohren spritzt) in die Haut (Quaddel, s. Abb.), in die Muskeln, an Nervenknotenpunkte oder in die Vene injiziert. Damit können beispielsweise Muskelverhärtungen aufgelöst und so der Teufelskreis aus Muskelanspannung – Kopfschmerz – Muskelanspannung durchbrochen werden. 

Manchmal ist auch ein Störfeld für die Kopfschmerzen verantwortlich. Ein Beispiel: Seitliche Kopfschmerzen haben häufig einen Bezug zur Galle (an der Schläfe liegen einige Punkte des Gallenblasenmeridians). Die Narbe nach einer Gallenblasenoperation kann zum Störfeld werden. Wird dieses Störfeld durch eine Unterspritzung der Narbe ausgeschaltet, können die Kopfschmerzen langfristig weniger werden oder verschwinden. Ich teste verdächtige Störfelder vor einer Neuraltherapie gern mit der Elektroakupunktur nach Voll aus. Nur wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass es sich um ein Störfeld handelt, unterspritze ich die Narbe. 

Alle erwähnten Laboruntersuchungen und Therapieverfahren werden in der Habichtswaldklinik (stationär oder ambulant) durchgeführt.

Und hier geht es weiter:

4. Teil – Ernährung bei Kopfschmerzen, Link: www.migraene-1.de/ernaehrung-kopfschmerzen/
5. Teil – Entgiftung bei Kopfschmerzen, Link: www.migraene-1.de/entgiftung-kopfschmerzen/
6. Teil – Kopfschmerzen und Psyche, Link: www.migraene-1.de/kopfschmerzen-psyche/
7. TeilNeue Migränemedikamente, Link: www.1-medikamente.de/triptane/ 
und last but not least: ein Fallbeispiel „Kopfschmerzen – ganzheitlich geheilt“ finden Sie unter: www.migraene-1.de/kopfschmerzen/

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Natürlich gesund

ISBN: 9783830422211
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Volker Schmiedel

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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.

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                                                                                                                       wir behandeln Menschen

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Aktualisiert: Juni 2010

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