Entgiftung bei Kopfschmerzen Teil 5 – der Serie „Kopfschmerzen und Migräne“
Auch wenn
z.B. Koffein oder
Viele Patienten mit Kopfschmerzen oder beginnender Migräne trinken eine Tasse Kaffee und berichten dann weniger Kopfschmerzen. Das Koffein wirkt auf die Spannung der Blutgefäße und kann diese wieder auf ein günstiges Maß führen. Das Problem ist nur Folgendes: Wenn wir täglich koffeinhaltige Getränke zu uns nehmen, tritt eine Gewöhnung ein. Das Koffein wirkt dann nicht mehr so gut, ja, wir brauchen es dann sogar, um die Gefäßspannung zu erzielen, die wir üblicherweise sowieso hätten, wenn wir kein Koffein regelmäßig konsumieren würden. Es ist dann eine Abhängigkeit eingetreten! Hierzu ein wissenschaftliches Experiment (Eidgenössische Technische Hochschule Zürich 1994): Man hat normale Kaffeetrinker (2 Tassen täglich, das ist ja fast nichts) gebeten, für einige Tage keinerlei koffeinhaltige Getränke zu sich zu nehmen. Stattdessen wurden sie zufallsmäßig in zwei Gruppen eingeteilt, von denen die eine Hälfte morgens eine Tablette mit dem Koffeingehalt von 2 Tassen Kaffee erhielt, die andere Gruppe erhielt eine Tablette mit Milchzucker (Placebo). Alle Versuchspersonen sollten in einem Tagebuch ihre Beschwerden beschreiben. In der Koffeingruppe gab es keinen Unterschied. Die Placebo-Gruppe ohne Koffein entwickelte zu 90 % Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen, die Hälfte (!) hatte einen Kopfschmerzanfall und 10% beklagten depressive Symptome. Das alles war nach wenigen Tagen wieder verschwunden. Die Forscher interpretierten die Beschwerden jedoch als Entzugssymptome bei einer körperlichen Abhängigkeit (und das bei 2 Tassen täglich!). Merken Sie etwas? Viele Kopfschmerzen sind in Wirklichkeit Koffeinentzugskopfschmerzen, besonders wenn die Kopfschmerzen morgens auftreten und sich auf eine Tasse Kaffee oder Schwarztee bessern. Wenn Sie sagen: „Lieber Doktor, ich mache alles, um meiner Kopfschmerzen Herr zu werden, aber bitte lass mir den Kaffee.“, dann vermute ich keine Abhängigkeit vom Koffein, dann bin ich mir dessen sicher. Jeder Mensch mit Kopfschmerzen/Migräne sollte einmal einen Koffein-Entzugs-Versuch durchführen. Gerade wenn Sie glauben, es ohne Kaffee (Schwarztee etc.) nicht aushalten zu können, dann müssen Sie es versuchen und sich zu einer Entgiftung bei Kopfschmerzen entschließen. Lassen Sie alle koffeinhaltigen Getränke einmal im Urlaub weg, wenn Sie sich einen Kopfschmerzanfall erlauben können. Wenn es Ihnen die ersten drei Tage richtig dreckig geht – wunderbar! Das ist jetzt nicht zynisch, sondern zeigt, dass Sie nämlich auf dem richtigen Weg sind. Nach etwa einer Woche haben Sie den Entzug, die Entgiftung hinter sich und Sie fühlen sich so gut oder so schlecht wie vor Beginn des Versuches. Dann aber geht es aufwärts und Sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit weniger Kopfschmerzen/Migräne haben. Für gar nicht wenige Kopfschmerzpatienten ist das die Lösung. Etwas anderes brauchen sie gar nicht zu beachten. Ob Sie persönlich dazu gehören, müssen Sie eben ausprobieren. „Darf ich denn gar keinen Kaffee mehr trinken? Muss ich denn jetzt Asket werden?“ Nein. Aber gebrauchen Sie Kaffee in Zukunft als Genussmittel, missbrauchen Sie ihn aber nicht als Dopingmittel. Nichts spricht dagegen, einmal nachmittags zu einem Stück Kuchen eine aromatisch duftende Tasse Kaffee zu trinken. Genießen Sie auch ab und zu einen Espresso nach einem guten Essen beim Italiener. Warum denn nicht? Aber kein Genussmittel sollte täglich verzehrt werden. Trinken Sie beispielsweise an drei Tagen (nicht hintereinander) in der Woche koffeinhaltige Getränke, so bleibt deren stimulierende Wirkung erhalten. Es tritt keine Gewöhnung und auch keine Abhängigkeit ein. So sollte meines Erachtens jeder gesunde Mensch mit Koffein umgehen, der Mensch mit Kopfschmerzen / Migräne muss so damit umgehen, wenn er durch einen Koffeinentzugsversuch seine Abhängigkeit mit einem Entzugskopfschmerz selbst bewiesen hat. Nebenbei: Koffein wirkt stark auf die Niere und führt dort zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser und Salz, aber auch von Kalium, Magnesium, Zink und Kalzium – wichtige Elektrolyte, die wir für unser vegetatives Gleichgewicht benötigen. Psychisch labile und stressanfällige Menschen sind ja auch leichter für Kopfschmerzen/Migräne empfänglich.
Entgiftung bei
Kopfschmerzen:
Dem
Als
Patient, der zu Kopfschmerzen neigt, sollten Sie beim
Entgiftung bei Kopfschmerzen: Amalgam
Quecksilber ist ein Nervengift. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass Amalgam eventuell Kopfschmerzen / Migräne mit verursachen könnte. Ich drücke mich hier ganz bewusst so vorsichtig aus, da es zu dieser Fragestellung keine sauberen wissenschaftlichen Studien gibt. Aus der Erfahrungsheilkunde gibt es Hinweise, dass Amalgam bei Kopfschmerzen bedenklich ist. Ich selbst kenne einige Fälle, bei denen das Amalgam mindestens einer der Faktoren für die Entstehung bzw. Verstärkung der Migräne gewesen ist (siehe auch meine Fallbeschreibung, Link: www.migraene-1.de/kopfschmerzen). Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Amalgam schädlich sein könnte. Einmal kann es zwischen den verschiedenen Plomben erhebliche Stromflüsse geben – insbesondere wenn edle Metalle (Gold) und unedle Metalle (Quecksilber) gleichzeitig im Mund vorhanden sind. Wird dann das Amalgam entfernt und lassen danach die Kopfschmerzen vom einen auf den anderen Tag rasch nach, dann waren es wohl diese Stromflüsse, die ungünstig gewirkt haben. Lässt die Kopfschmerzneigung nach einer Sanierung erst innerhalb von Monaten bis Jahren langsam nach, dann waren es wohl eher die toxischen (giftigen) Belastungen durch das Amalgam, die bedeutsam waren. Es gibt leider keine verlässliche Methode, die vorhersagen kann, ob ein Kopfschmerz-/Migränepatient von einer Amalgamsanierung profitiert. Wohl kann man aber im Vorfeld feststellen, ob bedeutsame galvanische (Strom-) Belastungen oder eine materiell relevante Quecksilberbelastung im Organismus vorliegt. Die Strombelastungen kann der Arzt, der ein solches Gerät hat, ganz einfach mit einer Spannungsprüfung zwischen den verschiedenen Plomben testen. Spannungen von über 100 mV sind schon recht hoch, Spannungen um die 300 mV sehr hoch. Die Spannung an der Membran menschlicher Zellen beträgt übrigens nur 70 mV. So hohe Spannungen könnten also durchaus biologisch wirksam sein. Eine solche Dauerspannung hat im Mund eigentlich nichts zu suchen. Die materielle Quecksilberbelastung kann man leider nicht mit einem Urin- oder Bluttest messen – auch wenn dies immer wieder von Ärzten, manchmal sogar von Toxikologen fälschlich so praktiziert wird. Im Urin oder im Blut finden wir Quecksilber bei akuten Belastungen, z.B. bei Arbeitern in einer Fabrik, in der mit Quecksilber hantiert wird, oder kurz nach dem Legen oder Entfernen von Quecksilber im Mund. Uns geht es aber hier um chronische Belastungen. Solche Untersuchungen geben keinerlei Auskunft darüber, wie viel Quecksilber im Bindegewebe oder an den Nerven abgelagert ist – und dort interessiert es uns doch. Die für mich zurzeit genaueste Methode zur Überprüfung substantieller Quecksilberbelastungen ist für mich der DMPS-Test. Dabei wird eine Substanz, die Schwermetalle bindet, injiziert (es gibt zwar auch eine Tablette, aber die Aufnahme über den Darm ist nicht so sicher wie die Spritze). Die Menge sollte dabei exakt auf das Körpergewicht abgestimmt werden, damit man auch vergleichbare Ergebnisse erzielt. In der nächsten Stunde (die Blase sollte vor der Spritze entleert werden) wird dann der Urin gesammelt. Eine Probe dieses Urins wird auf Quecksilber untersucht, wobei weniger der Quecksilbergehalt pro Liter wichtig ist, sondern der Quecksilbergehalt pro Gramm Kreatinin im Urin, um Verdünnungs- oder Konzentrationseffekte im Urin wegzurechnen. Wird eine Menge von 50 µg pro Gramm Kreatinin überschritten, so gilt dies als relevante Quecksilberbelastung. Nebenbei: Energetische Untersuchungen wie EAV, Kinesiologie und ähnliches sind nicht geeignet, materielle Quecksilberbelastungen nachzuweisen – auch wenn dies immer wieder behauptet wird. Sie messen eben im feinstofflichen Bereich und können möglicherweise „energetische Belastungen“ messen und homöopathische Medikamente herausfinden, die bei diesen Belastungen sinnvoll sein können. Aber hier wird eben „Information“ und nicht „Materie“ gemessen. Mit einem Ultraschallgerät kann ich beispielsweise messen, ob sich in der Niere ein Stein befindet, nicht aber wie gut die Nierenfunktion ist. Dies ist vergleichbar. Ich selbst benutze für bestimmte medizinische Fragestellungen die EAV (Elektroakupunktur nach Voll), konnte aber überhaupt keinen Zusammenhang zwischen dem EAV-Ergebnis und der im DMPS-Test gemessenen Quecksilberbelastung finden – man misst damit eben auf zwei unterschiedlichen Ebenen, die nicht miteinander zu vergleichen sind. Labor – welche Untersuchungen sind wichtig? Hier noch einmal zusammengefasst einige wichtige Laboruntersuchungen, die üblicherweise aber nicht bei Kopfschmerzen/Migräne durchgeführt werden, weil sie nicht zum schulmedizinischen Standard bei dieser Erkrankung gehören: Ø Magnesium im Vollblut: Gibt es ein Magnesiumdefizit, welches für ein vegetatives Ungleichgewicht und die Kopfschmerzneigung mit verantwortlich ist? Ø Fettsäurestatus: Haben Sie genügend Omega-3-Fettsäuren, die vor Entzündung schützen? Ø DMPS-Test: Sind Sie mit Quecksilber belastet? Ø Evtl. Allergieteste bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten Alle ausführlich erwähnten Laboruntersuchungen und Therapieverfahren werden in der Habichtswaldklinik (stationär oder ambulant) durchgeführt. Und hier geht es weiter: 6.
Teil – Kopfschmerzen und Psyche, Link:
www.migraene-1.de/kopfschmerzen-psyche/ Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.
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