Naturheilkundliche Therapie Teil 2 - der Serie „Kopfschmerzen und Migräne“
1. Naturheilkundliche Therapie mit Pfefferminzöl Die
erste Maßnahme, die Sie bei leichten oder beginnenden
2. Naturheilkundliche Therapie mit Magnesium
Magnesiummangel ist in Deutschland recht weit verbreitet. Bei vielen Erkrankungen bestimme ich routinemäßig das Magnesium im Blut und finde erstaunlich häufig ein Defizit. Bei Patienten mit Kopfschmerzen und Migräne ist eine Diagnostik ohne Magnesiumbestimmung für mich unvollständig. Bei diesen Patienten finde ich fast immer einen Mangel, manchmal ist dieser sogar extrem. Haben Sie Wadenkrämpfe? Dann ist ein Mangel fast sicher anzunehmen. Studien mit Magnesium zeigen teilweise unterschiedliche Resultate. Es wurde in diesen Studien aber leider nicht geprüft, ob ein Mangel vorliegt oder nicht. Wenn ich ein Defizit finde, ist die Ansprechrate auf Magnesium erfahrungsgemäß höher, als wenn gar kein Mangel vorliegt. In einer Studie (Peikert A, Wilimzig C, Kohne-Volland R.: Prophylaxis of migraine with oral magnesium: results from a prospective, multi-center, placebo-controlled and double-blind randomized study. Cephalalgia. 1996 Jun;16(4):257-63.) erhielten die Patienten 600 mg Magnesium pro Tag oder ein Placebo (Scheinmedikament). In der Placebogruppe kam es innerhalb von 3 Monaten zu 15 % weniger Kopfschmerzanfällen, in der Magnesiumgruppe minderten sich die Kopfschmerzattacken jedoch um über 40 %. Bei akuter Migräne fand sich unter hoch dosierter Magnesiumgabe per Infusion ein Verschwinden der Schmerzen in 80-90 % der Fälle und ein Rückgang der Nebensymptome um 100 % (Demirkaya S, Vural O, Dora B, Topcuoglu MA:Efficacy of intravenous magnesium sulfate in the treatment of acute migraine attacks. Headache. 2001 Feb;41(2):171-7.). Bei einem beginnenden Migräneanfall sollte daher eine Magnesiuminfusion durchgeführt werden. Dies gelingt erfahrungsgemäß natürlich nur unter stationären Bedingungen, da es ambulant zu lange dauern würde, bis die Infusion angelegt wäre. Eine
Vorbeugung mit Magnesium in oraler Form (Zufuhr über den Mund) ist aber jedem
Kopfschmerz-/Migränepatienten angeraten. Nehmen Sie ein gut resorbierbares
Präparat (z.B. Magnesiumcitrat oder –asparatat) und dosieren Sie es hoch genug.
Eine Dosis unter 300 mg ist wenig wirkungsvoll. Wichtig: Achten Sie auf der
Packung auf den Gehalt an reinem Magnesium, nicht auf den Gehalt der
Magnesiumverbindung! Beispiel: Magnerot® CLASSIC Tabletten enthalten 500 mg
Magnesium. Das klingt sehr viel. Es handelt sich jedoch um das Magnesiumorotat.
Eine Tablette enthält nur 33 mg reines Magnesium. Sie müssten also 10 bis 20
davon nehmen, um in einen sinnvollen Dosisbereich zu kommen. .Wenn Sie eher eine
Neigung zu dünnen Stühlen haben, sollten Sie aber mit einer geringeren Dosis
(z.B. 100 mg abends) starten. In wöchentlichen Abständen können Sie dann die
Dosis stufenweise steigern, bis die Stühle zu dünn werden. Dann sollten Sie eine
Dosisstufe reduzieren und bei dieser Dosis mindestens drei Monate bleiben, um
beurteilen zu können, ob Sie eine Reduktion der
Sehr zu empfehlen ist die vorherige Untersuchung des Blutes auf Magnesium. Eine solche Untersuchung kostet nur 2,68 €! Wichtig: Nur die Vollblutanalyse ist aussagekräftig. Die Serumuntersuchung zeigt nur dann niedrige Werte an, wenn der Mangel schon sehr extrem ist, ein mäßiger Mangel wird meist verkannt. Die meisten Labore bieten leider nur die fast wertlose Serumuntersuchung auf Magnesium anbieten. Die können Sie sich sparen. 3. Naturheilkundliche Therapie mit Pestwurz
Die
Pestwurz enthält spasmolytische (krampflösende) Substanzen. Sie wirkt bei
Die Studie wurde mit dem Arzneimittel Petadolex® durchgeführt. Dieses sollte in einer Dosierung von 2x2 Kapseln (in schweren Fällen oder auch im ersten Monat eventuell 3x2) genommen werden. Nach drei Monaten können Sie den Therapieerfolg überprüfen. Wenn es Ihnen deutlich geholfen hat, dann können Sie es in der Erhaltungsdosis weiter nehmen.
4.
Naturheilkundliche Therapie mit
Bei der
Bewährte Mittel, die gut passen können, sind: Arsenicum album, Belladonna, Calcium phosphoricum, Cimicifuga, Coffea, Cyclamen, Gelsemium, Glonoinum, Ignatia, Iris versicolor, Natrium muriaticum, Nux vomica, Pulsatilla, Sepia, Spigelia – um nur einige wenige zu nennen. Aus
dieser Auswahl wird schon deutlich, wie schwierig es sein kann, das richtige
Mittel zu finden. Manchmal kommt man schneller und einfacher mit einem passenden
homöopathischen Komplexmittel zum Erfolg. Bewährte Mittel sind: 5. Naturheilkundliche Therapie bei Entzündungen
Kopfschmerzen und Migräne sind nicht nur eine Störung der Spannung in unseren Blutgefäßen, sondern es sind auch fast immer Entzündungsprozesse in den Gefäßen beteiligt. Viele Kopfschmerzmittel wirken ja nicht nur analgetisch (Schmerz hemmend), sondern auch antiphlogistisch (entzündungshemmend). Wahrscheinlich wirken Sie auch deshalb bei Kopfschmerzen. Mit
unserer Nahrung haben wir es in der Hand, ob wir Entzündungen in unserem Körper
fördern oder mindern. Hier sind insbesondere die Fette von entscheidender
Bedeutung.
Omega-6-Fettsäuren sind die Vorstufen von Prostaglandinen (bestimmten
Botenstoffen), die Entzündungen anheizen.
Omega-3-Fettsäuren bewirken genau das
Gegenteil – deshalb kennen Eskimos auch kein
Ganz vereinfacht kann man sagen: Ø Meiden Sie Fleisch, Wurst, fette Milchprodukte, Sonnenblumenöl, Distelöl Ø Bevorzugen Sie fette Seefische, Leinöl, Rapsöl. Damit können Sie Ihr Entzündungsgleichgewicht in Richtung auf weniger Entzündung verändern. Dies könnte sich langfristig (bitte denken Sie wieder an eine Zeit von drei Monaten, bis der Körper sich auf eine neue Zusammensetzung der Fettsäuren eingestellt hat) auch als günstig für die Migräne erweisen. Weitere und viel ausführlichere Informationen hierzu finden Sie unter www.ganzheits-medizin.de/fettsaeuren/. Übrigens können Sie die Fettsäurezusammensetzung in Ihrem Blut seit Kurzem auch messen lassen. Eine exakte Analyse der Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren gibt Aufschluss über das Maß der Entzündungsneigung in Ihrem Körper. Labor – welche Untersuchungen sind wichtig? Hier
noch einmal zusammengefasst einige wichtige Laboruntersuchungen, die
üblicherweise aber nicht bei
Kopfschmerzen/Migräne durchgeführt werden, weil sie
nicht zum schulmedizinischen Standard bei dieser Erkrankung gehören: Alle erwähnten Laboruntersuchungen und Therapieverfahren werden in der Habichtswaldklinik (stationär oder ambulant) durchgeführt. Und hier geht es weiter: 3.
Teil – Alternative Heilmethoden, Link:
www.migraene-1.de/alternative-heilmethoden/ Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten stehe ich Ihnen im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in der naturkundlichen Privatambulanz.
Informationen über das Therapieangebot der Inneren Abteilung:
Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html Die
Klinik ist nach den Qualitätsgrundsätzen der DIN-EN ISO 9001zertifiziert. Unsere Klinik ist von allen gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland nach § 111 als Rehabilitationsklinik anerkannt. Wir sind außerdem von allen privaten Krankenkassen als gemischte Anstalt anerkannt. Die Kostenübernahme muss aber zuvor bei dem jeweiligen Kostenträger beantragt werden. Bei Rückfragen bezügl. der Kostenübernahme können Sie sich gerne an unseren Verwaltungsleiter, Herrn Schenk, wenden (Servicetel.: 0800 / 8 90 11 00, Tel.: 0561-3108-621, E-Mail) Weitere Fragen?
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